) ist einInvestmentfonds, der an einerBörsegehandelt wird. Er wird im Normalfall nicht ber die emittierendeInvestmentgesellschaft, sondern ber die Börse amSekundärmarkterworben und veräußert.

Ursprnglich warenIndexfondsdie einzigen an Börsen notierten Fonds, so dass beide Bezeichnungen als Synonyme galten. Mittlerweile werden aber auch viele aktiv verwaltete Fonds an Börsen gehandelt. Die Idee, Fonds an der Börse zu notieren und Indizes nachzubilden, kam um 1970 in den USA auf. Der erste Fonds,Standard & Poors Depositary Receipt(Abkrzung SPDR, umgangssprachlichSpidergenannt), wurde von derGlobal Advisors auf den Markt gebracht und ist nach Marktkapitalisierung mit 90 Milliarden US-Dollar der größte ETF. Ihm folgten der auf demDow Jones Industrial AveragebasierendeDiamondsund die auf demNASDAQ-100basierendenCubes(QQQ).

ETF-Anteileverbriefenebenso wie normale Investmentfonds-Anteile einen anteiligen Besitz an einemSondervermögen, das getrennt vom Vermögen dergefhrt wird.

Die Anlagestrategie von börsengehandelten Fonds ist in aller Regel passiv, das Fondsmanagement investiert also das Fondsvermögen nicht auf der Basis eigener Meinungen, sondern bildet die Wertentwicklung einer vorab definiertenBenchmarkin Form einesFinanzindexesnach (siehe hierzuIndex Investing). Es werden auch aktiv gemanagte ETFs angeboten, diese haben aber einen sehr geringen Marktanteil. Dabei ist auch die Abgrenzung zu Strategieindizes nicht scharf.4

Zusätzliche, von der Entwicklung der Benchmark unabhängige Erträge kann das Fondsmanagement erzielen, indem es die Wertpapiere des Sondervermögens an andere Kapitalmarktteilnehmerverleihtund damit Leihegebhren erwirtschaftet.

Börsengehandelte Fonds können jederzeit ähnlich wieAktienan der Börse gehandelt werden. Von normalen Investmentfonds, die auch teilweise an der Börse gehandelt werden, unterscheiden sich ETF in den folgenden Punkten:

Anleger kaufen und verkaufen ETF im Normalfall nur an der Börse, ein Erwerb ber die emittierende Investmentgesellschaft ist nicht vorgesehen.

Die Zusammensetzung des Sondervermögens wird einmal täglich veröffentlicht.

Während bei normalen Investmentfonds nur einmal täglich derNettoinventarwert(Net Asset Value, NAV) des Sondervermögens veröffentlicht wird, ermittelt und veröffentlicht der Emittent von ETF während des Handelstages fortlaufend einen indikativen Nettoinventarwert (iNAV).

Fr die Schaffung von neuen ETF-Anteilen gibt es einen eigenen Prozess, den sog. Creation/Redemption-Prozess.

Der Preis von börsengehandelten Fonds bildet sich an der Börse durch Angebot und Nachfrage, liegt aber ausArbitragegrndennormalerweise nahe beim Nettoinventarwert des Sondervermögens. Um einen liquiden Markt zu gewährleisten, werden börsengehandelte Fonds vonMarket Makernbetreut, die laufendAnkaufs-undVerkaufskursestellen.

Im Gegensatz dazu können nicht börsengehandelte Fondsanteile nur ber die Fondsgesellschaft gekauft und verkauft werden. Die Fondsgesellschaft stellt nur einmal am Tag einen Preis fest.

Von börsengehandelten Fonds (ETFs) zu unterscheiden sind die ähnlich bezeichnetenExchange Traded Notes(ETN) undExchange-traded Commodities(ETC). Bei diesen handelt es sich nicht um Anteile an einem Sondervermögen, sondern um spezielle Arten vonSchuldverschreibungen, dieZertifikatenähneln.

Investoren tragen bei börsengehandelten Fonds die folgenden Kosten:3:26ff.

Kosten, die in derGesamtkostenquote (TER)zusammengefasst werden, wie Managementgebhren, Indexgebhren und sonstige Kosten, z.B. frProspekte.

Die blichen Gebhren fr den Börsenhandel (OrderprovisionMaklercourtage, Abwicklungsentgelte,Geld-Brief-Spanne)

Die anfallenden Kosten werden wie bei Investmentfonds blich dem Sondervermögen entnommen.

Die jährlichen Managementkosten liegen typischerweise unter 1%.567:523:27

Bei ETFs, die eine passive Anlagestrategie verfolgen, fallen gegebenenfalls geringere Transaktionskosten an, und die Kosten fr ein aktives Fondsmanagement entfallen.

Da ETFs nicht ber die Investmentgesellschaft gekauft werden, entfällt der dabei oft zu entrichtendeAusgabeaufschlag.

Die Emission neuer ETF-Anteile erfolgt ber einen dieser Wertpapierart eigenen Vorgang, den sog. Creation-Prozess. Analog werden ETF-Anteile ber den sog. Redemption-Prozess an die emittierende Investmentgesellschaft zurckgegeben.53:63ff.

Im Creation-Prozess werden ETF-Anteile in Blöcken von normalerweise 50.000 Stck geschaffen. Der Authorized Participant (AP) liefert Barmittel oder einen Wertpapierkorb im Wert der zu schaffenden ETF-Anteile an die Investmentgesellschaft. Diese liefert im Gegenzug die Anteile, die der Market Maker nun ber die Börse an Investoren veräußern kann.

Eine Besonderheit ist dabei die Möglichkeit, einen Wertpapierkorb zu liefern. Dieser entspricht im einfachsten Fall in seiner Zusammensetzung der Strategie des betreffenden ETF. Beispielsweise kann der Market Maker im Falle eines ETFs, der denSTOXX Europe 50-Index nachbilden soll, ein Wertpapierportfolio liefern, das die im Index enthaltenen Aktien gemäß deren Indexgewichten enthält. Diese Vorgehensweise wird als„creation in kind(ungefähr: „Schaffung in derselben Art) bezeichnet. Werden die neuen Wertpapiere mit Geld bezahlt, spricht man von einer„cash creation(englisch, ungefähr: „Schaffung ber Bargeld).

Umgekehrt kann der Authorized Participant ETF-Anteile an die emittierende Investmentgesellschaft zurckgeben, z.B. wenn er eine entsprechende Anzahl am Sekundärmarkt zurckgekauft hat. Er erhält analog zum Creation-Prozess Barmittel oder einen Wertpapierkorb zurck. Analog zum Creation-Prozess spricht man von„redemption in kindund„cash redemption.

Institutionelle Investoren, die große Volumina kaufen oder verkaufen möchten, können dies auch außerbörslich direkt bei der Investmentgesellschaft ber den Creation- bzw. Redemption-Prozess tun. Liefert oder erhält der Investor beim Kauf bzw. Verkauf einen Wertpapierkorb, kann dies fr ihn steuerliche Vorteile haben.

Börsengehandelte Fonds (ETF) können nach verschiedenen Kriterien charakterisiert werden. Dazu gehören dieAnlageklasse, der nachgebildete Index und die Art der Indexnachbildung.

Börsengehandelte Fonds sind fr zahlreiche Anlageklassen verfgbar, hauptsächlichAktienAnleihenGeldmarktAlternative InvestmentsWährungenRohstoffeundImmobilien.7:24 ff3:17

Die ersten ETFs bezogen sich auf marktbreite Aktienindizes.7:2238, 78ff3:37ff.Im Laufe der Zeit verbreiterte sich das Angebot, neben anderen Anlageklassen wurden ETFs auf mehr und dabei auch auf stärker spezialisierte Indizes angeboten. Die von börsengehandelten Fonds nachgebildeten Indizes können wie folgt klassifiziert werden:

Marktbreite Indizes (wie z.B. derSTOXX Europe 50oder deriBoxx).

Branchenindizes (z.B. die branchenbezogenen Sub-Indizes der bekannten Aktienindizes).

Regionenindizes, d.h. Indizes, die sich auf Wirtschaftsregionen beziehen (zum BeispielSchwellenländer).

Mit „Strategieindex wird eine Vielzahl sehr spezialisierter und dabei sehr unterschiedlicher, meist aktienbezogener Indizes bezeichnet. Die Abgrenzung zu anderen Indextypen ist dabei nicht immer eindeutig. Darunter können fallen:

Indizes, die sich auf sehr spezialisierte Branchen beziehen (z.B. auf erneuerbare Energien wie derÖkoDax),

Indizes, deren Zusammensetzung und Gewichtungen sich nachFundamentaldaten(z.B.FTSE-RAFI-Indizes oder solche, die versuchen,SubstanzwerteoderWachstumswertezu selektieren) oder derDividendenrendite(z.B.DivDAX) bestimmen,

Indizes, die bestimmte Handelsstrategien nachbilden. Dazu gehören insbesondere Indizes, dieShortpositionengehebeltePositionen undOptionsstrategiennachbilden.

Art der Indexreplikation und swapbasierte ETFs

Um mit einem börsengehandelten Fonds die Wertentwicklung des zugrundeliegenden Index abzubilden, gibt es verschiedene Techniken:3:47ff.

Bei der vollständigen Nachbildung (Full-Replication-Methode) werden sämtliche Bestandteile des Index in der entsprechenden Gewichtung im Sondervermögen gehalten.

Bei der Sampling-Methode wird nur eine Teilmenge der Indexkonstituenten ins Sondervermögen gekauft. Normalerweise wird es sich dabei um die Werte handeln, die das größte Gewicht im Index haben und die größte Liquidität aufweisen.

Bei der synthetischen Indexnachbildung werden nicht die Indexkonstituenten, sondernSwapgeschäfteim Sondervermögen verwendet, um die Wertentwicklung des Index abzubilden; die eigentlichen Indexbestandteile befinden sich im Allgemeinen nicht im Sondervermögen.

Mit der vollständigen Nachbildung kann eine gute Abbildung der Wertentwicklung des Index erreicht werden (geringerNachbildungsfehler). Die Methode findet ihre Grenzen bei Indizes, die sehr viele Konstituenten (Einzelwerte) enthalten (so umfasst der bekannteS&P 500-Aktienindex 500 Werte). Eine große Anzahl Einzeltitel fhrt bei der Indexnachbildung zu höheren Transaktionskosten. Außerdem werden sich bei vielen Konstituenten tendenziell mehr illiquide Titel finden, was die Replikation erschwert und ebenfalls teurer machen kann. Letztlich entsprechen die Indexgewichte der Einzelwerte nur selten ganzen Stckzahlen an Wertpapieren, ein Problem, das sich verstärkt beiPerformanceindizesin Bezug auf die Wiederanlage von Erträgen zeigt. Außerdem kann die vollständige Nachbildung nicht angewendet werden, wenn der dem ETF zugrundeliegende Index Werte enthält, die nicht frei handelbar sind.

Da bei großen Indizes, die nicht gleichgewichtet sind, einige Werte nur ein geringes Gewicht und damit geringen Einfluss auf die Indexentwicklung haben, kann man diese Probleme mit der Sampling-Methode umgehen. Dabei wird aber tendenziell der Nachbildungsfehler größer.

Die synthetische Indexnachbildung ist eine neuere Entwicklung. Sie ermöglicht bzw. vereinfacht es, via ETFs in sehr illiquide oder nicht frei handelbare Werte zu investieren. Bei dieser Methode der Replikation befinden sich im Sondervermögen Wertpapiere, die gegebenenfalls keine oder nur eine geringe Verbindung zu dem nachzubildenden Index aufweisen. Außerdem befinden sich Swapgeschäfte (Equity SwapsTotal Return Swaps) im Sondervermögen, mit denen die Wertentwicklung der Papiere in die des gewnschten Index getauscht wird.

Mit der synthetischen Indexnachbildung kann ein geringerer Nachbildungsfehler erreicht werden. Außerdem können mit Swaps im Sondervermögen gegebenenfalls sowohl Steuervorteile als auch technische Vorteile in Bezug auf die Geschäftsabwicklung erzielt werden.7:76f.

Aus verschiedenen Grnden kann sich die Wertentwicklung des ETFs von der Wertentwicklung des zugrunde liegenden Indexes unterscheiden. Durch diesenNachbildungsfehlerbesteht fr den Anleger das Risiko, nicht an der gewnschten Wertentwicklung teilzuhaben. Dies beinhaltet umgekehrt auch die Chance, eine bessere Wertentwicklung als die des Indexes zu erhalten.

Verlustrisiken bestehen fr einen Anleger primär aus den aus Preisschwankungen des ETF resultierendenMarktpreisrisiken. Bei ETFs auf marktbreite Indizes handelt es sich im Wesentlichen um allgemeines oder unspezifisches Marktpreisrisiko (Marktrisiko im Sinne desCapital Asset Pricings Model), da marktbreite Indizes starkdiversifiziertsind. Bei spezialisierten ETFs kommen besondere oder spezifische Marktpreisrisiken (z.B. Länderrisiken, Branchenrisiken) hinzu. Die Anlageklasse des ETFs bestimmt, welche Art des Marktpreisrisikos hauptsächlich zum Tragen kommt (Aktienrisiken,Zinsänderungsrisiken, etc.). Bei einer Investition des ETFs in Anleihen kommt dasAdressenausfallrisiko(Bonitätsrisiko) der Anleiheschuldner im Sondervermögen hinzu.

Bei swapbasierten ETFs besteht gegenber den Geschäftspartnern, mit denen das Sondervermögen die Swaps abschließt, ein Adressenrisiko in Form desKontrahentenrisikos. Unter den Bedingungen der EU-Regulierung (OGAW-Richtlinie) darf der Wert von Derivatgeschäften höchstens 10% des Nettoinventarwerts eines Sondervermögens betragen, so dass das Kontrahentenrisiko auf diesen Anteil begrenzt ist.3:56f.Durch eineBesicherungder Swapverträge kann das Kontrahentenrisiko weiter verringert werden.8Tatsächlich beträgt bei der Mehrzahl der Anbieter das durchschnittliche Swap-Risiko nicht mehr als 2%.9

Außerdem entstehen Kontrahentenrisiken, wenn Wertpapiere aus dem Sondervermögenverliehenwerden. Wertpapierleihegeschäfte werden allgemein besichert durchgefhrt. Das Risiko der Wertpapierleihegeschäfte besteht deshalb im Wesentlichen darin, dass bei Ausfall des Entleihers der Wert der erhaltenen Sicherheiten nicht ausreicht, die verliehenen Wertpapiere am Markt wiederzubeschaffen.10

Gegenber dem Emittenten der ETF-Anteile, also der Investmentgesellschaft, besteht wegen der Konstruktion als Sondervermögen kein Adressenausfallrisiko.

Die Bereitstellung eines liquiden Marktes ist Aufgabe der Market Maker. Dies begrenzt dasMarktliquiditätsrisiko. Zusätzlich werden in jngerer Zeit diesystemischen Risikenbetont, die zum Beispiel daraus erwachsen, dass sich die Wertpapiere im Sondervermögen von denen im Index unterscheiden und sich dadurch eine Verkaufspanik in einem Marktsegment auf andere Segmente bertragen kann.11

Am 24. August 2015 fielen in den Vereinigten Staaten nach einem schwachen Börsenstart plötzlich die Kurse einiger ETF weit stärker als die Indizes, die sie abbilden sollen. Ein Grund dafr bestand darin, dass verkaufswillige ETF-Anleger keine Käufer fanden. Das Problem wurde auf Besonderheiten in den Regeln der New Yorker Börse zurckgefhrt. Die Deutsche Börse versicherte, dass auf ihren Systemen vergleichbare Abstrze nicht möglich seien.12

Die Frankfurter Börse hat fr den Handel mit ETF am 11. April 2000 ein eigenes Börsensegment mit der Bezeichnung „XTF eingerichtet.13

DiebietetOptionenundFuturesauf eine Anzahl von ETF verschiedener Emittenten an. Die zugrundeliegenden ETF beziehen sich größtenteils auf marktbreite Aktienindices. Die Kontrakte weisen im Vergleich zu den sonst blichen börsengehandelten Termingeschäften ein geringes Kontraktvolumen auf (1 Kontrakt bezieht sich typischerweise auf 100 Fondsanteile), um sie fr Privatanleger besser geeignet zu machen.14

Mit ETFs sindWertpapierleiheundLeerverkäufemöglich.3:11ff.

Damit ergeben sich fr ETFs auf liquide Indizes grundsätzlich zahlreiche Arbitragemöglichkeiten: Einerseits zwischen demKassamarktund dem börslichenTerminmarktfr ETF-Anteile selbst, andererseits zwischen diesen Märkten und dem ETF zugrundeliegenden Märkten (Aktienmarkt, Rentenmarkt, und so weiter) und schließlich zwischen den ETF-Märkten und den Terminmärkten fr die zugrundeliegenden Produkte (also z.B. zwischen Aktienindex-ETF und den zugehörigen ETF-Derivaten einerseits und Aktienindex-Futures und Aktienindexfuture-Optionen andererseits).57:21

Seit 2007 gibt esDachfonds, die alleine in ETFs investieren (ETF-Dachfonds).7:87Weiterhin werdenSparpläneauf ETF angeboten.7:85f.

In Europa verwalten zehn ETF-Anbieter 2016 rund 93 Prozent aller in ETFs investierten Gelder. Mit 49 Prozent hältiSharesBlackRock) fast die Hälfte. db X-trackers (Deutsche Bank) hat 11 Prozent Marktanteil,LyxorSocit Gnrale) 10 Prozent,UBS6 Prozent undAmundiCrdit Agricoleund Socit Gnrale) 5 Prozent. Es folgenSPDRState Street) mit 3 Prozent,SourceundComstageCommerzbank, ab d. 2. Halbj. 2018 Socit Gnrale) mit je 2 Prozent und DEKA ETF mit 1 Prozent.15

Die größten ETF-Anbieter in Europa sind iShares, Xtrackers, Lyxor, UBS, und Amundi (Stand: 2017):16

Der Renditeunterschied zwischen einzelnen ETF auf denselben Aktienindex ist zum Teil beträchtlich. Tendenziell steigt der Renditeunterschied mit zunehmender Anlagedauer an.17

Fr langfristig orientierte Anleger stellt sich deshalb die Frage, wie sie im Vorfeld die ETF erkennen können, die knftig die höchsten Renditen liefern.

Auf Basis der Renditen oder der Tracking-Differenz von mindestens vier vergangenen Jahren lassen sich fr die Renditen der folgenden vier Jahre relativ gute Vorhersagen treffen. Bei krzeren Prognosezeiträumen (ein bis drei Jahre) ist das dagegen nicht der Fall.17

Zudem ist kein eindeutig positiver Zusammenhang zwischen vergangenen Renditen (oder vergangener Tracking-Differenz) und knftigen Renditen messbar, wenn der Track-Record der ETF weniger als vier Jahre beträgt. Das bedeutet, dass ETF-Vergleiche auf Basis der vergangenen Wertentwicklung von einem bis drei Jahre keine Prognosekraft haben und somit fr die Auswahl von börsengehandelten Indexfonds ungeeignet sind.17

Vom Tracking-Error lässt sich gar nicht darauf schließen, wie ETF in der Zukunft im Vergleich zu ihrer Konkurrenz abschneiden werden.17

Das Volumen des Marktes fr Börsengehandelte Fonds (ETF), gemessen amverwalteten Vermögen, ist weltweit seit Beginn der neunziger Jahre fast stetig gewachsen. Lediglich 2008 fand ein Rckgang statt, der auf die Kursverfälle im Zuge derFinanzkrisezurckzufhren war; netto verzeichneten ETF auch 2008 einen Zufluss an Mitteln.7:39Im Jahr 2002 lag das verwaltete Vermögen bei 142 Milliarden USD, 2007 bei 797 Milliarden USD, 2009 erreichte es 1 Billion USD.3:8019

In Deutschland ist das Marktvolumen von 5 Milliarden Euro im Jahr 2002 auf 64 Milliarden Euro 2007 angewachsen.6:779781Europaweit lag das Volumen 2009 bei 160 Milliarden Euro.20Ende Dezember 2015 lag in Europa das Marktvolumen bei 511 Milliarden Euro.12

ETF werden sowohl von Privatanlegern als auch voninstitutionellen Anlegernals Anlageform genutzt. Institutionelle Anleger nutzen ETF unter anderem dazu, den passiven Teil ihrer Anlagestrategien abzubilden. 2008 lag der Anteil der Anlagen, die institutionelle Anleger passiv in ETF investiert hatten, bei etwa 3 Prozent.621Außerdem werden ETF zum Liquiditätsmanagement genutzt. Auf Grund ihrer vergleichsweise geringen Gebhren und ihrer guten Handelbarkeit eignen sie sich auch dazu, liquide Mittel kurzfristig zwischenzuparken.7:66f.5

Berlin 2017, ISSN 1438-8650. (Das Sonderheft mit 742 bewerteten Fonds erschien im Dezember 2017)

Michael Huber, Marc Weber, Manuel Rtsche, Dr. Ryan Held, Sascha Freimller:

. Finanzbuch Verlag, Mnchen 2016,ISBN 978-3-89879-994-2.

Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs: Wie Privatanleger das Spiel gegen die Finanzbranche gewinnen

; Campus Verlag, Frankfurt/Main 2011,ISBN 54-4.

Anna-Maria Borse, Edda Vogt, Stephan Kraus, Dagmar Wojcik:

. Deutsche Börse AG, Frankfurt/Main 2014. (Online PDF).

Herleitung und Umsetzung eines passiven Investmentansatzes fr Privatanleger in Deutschland: Langfristig anlegen auf wissenschaftlicher Basis

(Dissertation), Campus Verlag, Frankfurt/Main 2012,ISBN 978-3-593-39703-0.

Ulrich Seubert, Sebastian Mller,Martin Weber:

Exchange Traded Funds (ETFs): Darstellung, Analyse und Bewertung eines innovativen Finanzprodukts

. Diplomica-Verlag, Hamburg 2010,ISBN 978-3-8366-9463-6(zugleich Masterarbeit an der Universität Graz).

Exchange Traded Funds (ETF): Grundlagen, Funktionsweise und praktischer Einsatz

. 2., aktualisierte Auflage. Finanz und Wirtschaft, Zrich 2010,ISBN 978-3-906084-89-3(herausgegeben von der Swiss Exchange GmbH).

Exchange Traded Funds Erfolgsgeschichte und Zukunftsaussichten

Martin T. Bohl, Harald Henke, Marzena Kaczynska:

Exchange Traded Funds, Structure, Regulation and Application of a New Fund Class

Alexander Etterer, Martin Wambach, Hubert Ralph Schmitt:

Exchange Traded Funds, Die Investment-Revolution fr Privatanleger!

ETF-Magazin, vierteljährlich herausgegeben von Focus Money und der Deutschen Börse

ETF-Handbuch der Börse Frankfurt, gedruckt oder als PDF verfgbar.

EXtra-Magazin, Online-Magazin ber den deutschen ETF-Markt

Exchange Traded Funds (ETF). Grundlagen, Funktionsweise und praktischer Einsatz

. 2. Auflage. Finanz und Wirtschaft, Zrich 2010,ISBN 978-3-906084-89-3.

Financial Times Deutschlandvom 18. Oktober 2011:

Exchange Traded Funds die unterschätzte Größe

Synthetisch replizierende ETFs Wie risikoreich ist ein Swap-ETF?

DR Investment Control GmbH,4.Juli 2012

(Nicht mehr online verfgbar.)Archiviertvom

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Securities Lending in Physical Replication ETFs: A Review of Providers Practices.

Morningstar ETF Research, August 2012. PDF, 641 KB

ETF-Anleger sollten auch ans Verkaufen denken.

Instrumente fr passive Anlagestrategien.In:

ETF-Marktanteile in Europa: Diese zehn Anbieter dominieren den ETF-Marktin

(Quelle: Thomson Reuters), publiziert am 7. Dezember 2016

ETF-Branche in Europa erreicht 2017 neue Rekordhöhen.

Die Angaben entstammen einer Studie des FinanzunternehmensBlackRock. Lamprecht:

zitiert davon abweichende Zahlen aus einem Report der Graubndner Kantonalbank.

Exchange Traded Funds (ETFs). Siegeszug in der Finanzberatung

Die Angabe zum Anteil von ETF bei institutionellen Investoren entstammt einer Studie des ETF-Anbieters ETFLab.

Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprfte Archivlinks 2018-04

Diese Seite wurde zuletzt am 24. März 2019 um 15:52 Uhr bearbeitet.

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